Lässig loosen

Burn-out als Doping oder lieber lässig loosen?
Hilfe bei Stress und Schlafstörungenimg_6105


Welches ist der Gesundheitsfeind Nr.1, wenn’s um Schlafstörungen geht?
In der Apotheke sind es jedenfalls die Kunden, die die Bremse vom Hamsterrad nicht finden.
Bei Schlafstörungen steht exklusiver Stress an erster Stelle.

Warum bemerkt man das Hamsterrad erst, wenn man nicht mehr bremsen kann?
Warum nimmt man den Stress und Burn-out  oft erst fünf nach 12 wahr?

Verteidigungs- und Überlebensreaktionen laufen bei Stress ununterbrochen auf Hochtouren. Obwohl alle Säbelzahntiger in die Flucht geschlagen worden sind, kann der Burn-out-Kandidat nicht zur Ruhe kommen. Er ignoriert die Warnzeichen seines Körpers. Mit Burn-out ist man ständig mit dem kleinen Finger in der Steckdose.
„Schwäche“ oder Entschleunigung sind uncool, gerade auch Nichtstun stresst.
Jasager, Alleskönner und Perfektionisten haben ein Potential für Dauerstrress.

Anerkennung und das Gefühl von Unersetzlichkeit dopen und überlagern die Befindlichkeitsstörungen lange Zeit. Anspannung groovt sich ein.
Eine Weile laufen wir dann noch auf Reserve.

Bin ich ein Burn-out-Kandidat?
Die anhaltende Alarmbereitschaft des Körpers führt dazu, dass die Leistungsfähigkeit nachlässt. Und alles, was wir auch gar nicht gebrauchen können stellt sich ein:
Nervöse Unruhe, Erschöpfung, Tinnitus, Angst oder allgemeine Düsternis.

Die im Kopf herumrasenden Gedanken hindern uns am Einschlafen, und nachts leidet die Schlafqualität durch Schlafstörungen. Irgendwann nimmt man das Leben nur noch durch einen Schleier wahr, oder man steht einfach neben sich.
Die wenigsten gehen aktiv die Ursache an. Dazu muss man schon mutig und zuversichtlich sein.
Oft wird die Ursache nicht erkannt. Es werden häufig Schilddrüse, Migräne, Gastritis, Herz-Kreislauf- oder Schlafstörungen behandelt, aber Anspannung und Erschöpfung bleiben.

Auch unsere Körperzellen sind belastet. Nährstoffmangelzustände, oxidativer Stress, metabolischer Stress und entzündlicher Sress beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit.
Elektromagnetische Felder im Wohnumfeld und am Arbeitsplatz können die Regeneration beeinträchtigen.

Die Belastungen von Körper, Gehirn und Körper kann man mit ausgiebigen
Blut-, Speichel-, Nährstoffanalysen und einer Herzratenvariabilitäts-Messung darstellen.
Auf diese Mängel abgestimmt kann man sich gezielt beraten lassen, und eine Nährstoffmischung kann individuell hergestellt werden.

 

Was passiert da im Körper?

Cortisol ist ein körpereigenes Hormon, das an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist und bei Stress vermehrt freigesetzt wird. Auf viel Cortisol antwortet der Körper mit Adrenalin, ein kreislaufaktives Hormon. In dessen Folge (Sympathikusaktivierung) steigt der Blutdruck, das Herz schlägt schneller und die Muskeln werden besser durchblutet. Sie spannen sich an, um fluchtbereit zu sein.

Durch die vermehrte Cortisol-Ausschüttung schwitzt Du stärker, das Immunsystem schwächelt, die Verdauung verlangsamt sich. Immunsystem und Verdauung brauchen wir bei Kampf und Flucht nicht, sie werden praktisch eingespart.
Dein Blutzucker steigt, weil vermehrt Energie bereit gestellt wird. Bei Stress steigt das Risiko zur Nachkatze zu werden, Heißhunger auf Kohlenhydrate stellt sich ein. Zu viel aufgenommene Kohlenhydrate werden umgehend den Fettzellen zugeführt. Übergewicht droht.
Der Körper benötigt viel Cortisol, um mit anfallendem Stress fertig zu werden und schraubt die Cortisolproduktion weiter hoch. Optimale Voraussetzungen für einen drohenden Kampf oder eine Flucht. Allerdings unnötig, wenn wir am Schreibtisch sitzen oder im Stau stehen.

Wer zu wenig schläft, erhöht den Cortisolspiegel zusätzlich.

 

Übermäßiger Stress stört die Rückkopplungssysteme und kann zu Fehlregulationen führen.

Man weiß, dass sich bei Stress die Stresshormone und Stimmungshormone nicht mehr im Gleichgewicht befinden. Das führt zu einer ständigen Alarmbereitschaft.
Die Nebenniere vergrößert sich und produziert zu viel Cortisol.
Damit das Gehirn bei Stress ausreichend mit Glucose versorgt wird, werden Körpereiweiße (Aminosäuren) aus Muskeln, Bindegewebe usw. verzuckert. Das heißt: Körpersubstanz wird abgebaut, ein Defizit an Aminosöuren entsteht. Das bedeutet Stress von innen.

Ein Ungleichgewicht zu den Stimmungshormonen entsteht, der Körper kann nicht mehr entspannen.
Das kann so weit gehen, dass die Nebenniere nach einer langen Stressphase ausbrennt. Dann ist eine normale Cortisolproduktion auch nicht mehr möglich.

Erhöhte Cortisolwerte  bei chronischem Stress führen zunächst zu:

– Gewichtszunahme, vor allem am Körperstamm

Müdigkeit und Schwäche

– Depressionen, Schlafstörungen, Ängste

– Bluthochdruck

Potenzstörungen

– Libidoverlust

– Zuckerkrankheit

– Immunschwäche / Infektanfälligkeit

– Knochenschwund

– dünne Haut, Neigung zu blauen Flecken, Schwangerschaftsstreifen

– bei Kindern Verzögerung des Größenwachstums

 

Eine entspannte Nacht fängt schon am Morgen an

Was ist nötig, damit sich der Körper regenerieren kann? Beispielsweise kleine Pausen im Alltag, imperfekt sein und Unordnung übersehen, turmhohe Anforderungen kleiner werden lassen…Gerade am Morgen das Tempo drosseln, tagsüber ein bisschen bummeln,


Rege Deine Endorphin-Produktion an

Endorphine sind die natürlichen Opiate und Glückshormone des Körpers.
Sie können Stress reduzieren und löschen das Adrenalinfeuer
Sie werden auch als Gegenspieler des Adrenalins bezeichnet.


So kannst Du Endorphine locken

+ erzähle Witze, lache
+ schaue einen lustigen Film
+ esse dunkle Schokolade, scharfe Chilischoten, Ginseng
+ knüpfe soziale Kontake, tratsche
+ bewege Dich, treibe Sport

 

Hilfe aus der Apotheke bei Stress und Schlafproblemen

Stress- und Stimmungshormone befinden sich nicht im Gleichgewicht. Die Stresshormone haben die Macht. Und die wollen sie so leicht nicht abgeben. Deshalb hat man mit Entspannungsübungen anfangs auch oft noch kein Aha-Erlebnis und verliert damit die Geduld. Falls alle Tipps nichts genützt haben, gibt es noch eine gute Möglichkeit.


Jetzt kommt’s. Du kannst dieses Ungleichgewicht der Hormone aktiv beeinflussen!

Fülle die Speicher deiner Stimmungs- und Antriebshormone wieder auf.
Ich empfehle, gezielt die fehlenden Aminosäuren zu ersetzen, die als Bausteine für Deine Stimmungs-und Entspannungshormone, beispielsweise das Serotonin, wichtig sind. So kommt der Körper schneller wieder Balance.

Übrigens: Das Glückshormon Serotonin hat sehr viel Einfluss in Deinem Körper.
Es blockt nämlich viele Substanzen, die deinen Körper auf Kampf bzw. Flucht vorbereiten. Serotonin denkt lässig in Lösungen und Überblick.


Wenn du also endlich mal entspannen willst – und es nie kannst! – dann musst du unbedingt Serotonin erhöhen.
Das kommt nicht einfach so. Außer du hast 100.000 Facebook-Follower.

 

Wer Gewissheit haben möchte:
Ein Speicheltest erfasst die biologisch aktiven Hormone und damit die tatsächliche Regulationssituation.

Bewährt hat sich beispielsweise Amino plus° Kapseln der Firma Kyberg, um alle Aminosäuren aufzufüllen.
Abends
als Schlafunterstützung hilft die Aminosäure Tryptophan (als Kapseln oder Tabletten von verschiedenen Firmen erhältlich). Firma Pure bietet ein Kombi-Präparat an.

Tryptophan kann als Vorstufe von Serotonin helfen, den Cortisolwert zu senken.
In wissenschaftlichen Studien hat man festgestellt: Serotonin gibt den Ausschlag zum Alpha-Tier. Verlierer haben einen sehr niedrigen Serotononspiegel.

Mein Tipp für mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag:
+Neurapas° Balance
+Kalium Phosphoricum Schüssler Nr.5
+Nux vomica D6 – die Workaholic-Globuli

 

 

So aktivierst Du Deine Selbstheilungskräfte:

Musiktherapie:
Singen als Seelenpflege. Bereits nach ein paar Takten Singen jagen Glückshormone durch den Körper. Singende Menschen sind entspannter und ausgeglichener.

Eislabor:
Traumhaft abkühlen in der Kältekammer der Spessart Therme in Bad Soden-Salmünster. Im Icelab geht es Stress und Schlafproblemen an den Kragen, chronische Schmerzen sollen abnehmen und strapazierte Muskeln regenerieren. Bei minus 110 Grad!
http://www.spessart-therme.de

Ernährung:
Dattelpalmen sorgen für gesunden Schlaf. Fünf Datteln enthalten genug von der Aminosäure Tryptophan, die im Körper in das Schlafhormon Melatonin umgewandelt wird, um einzuschlummern.

 

Genieße die Langsamkeit!
Uta Signature transparent bw 4

Literatur

Sabine Asgodom „Zwölf Schlüssel zur Gelassenheit“

Nicolas Mahler „Das kleine Einschlafbuch für Große

Meredith Gaston „Dein Bett liebt Dich! Das Wohlfühlbuch für Einkuschelkünstler“

Peter Mersch „Klüger werden und Demens vermeiden“

Manfred Spitzer „Nervensachen: Perspektiven zu Geist, Gehirn und Gesellschaft“

Blog: www.bewusstsein-braucht-raum.de

 

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „Lässig loosen

  1. Und Bewegung, ausgewogene Ernährung, Bewegung an der frischen Luft, Entspannungstechniken (Progressive Muskelentspannung n. Jakobsen, Yoga, autogenes Training), Spazieren gehen, tanzen, spielen uns vor allem Bewegung ohne Leistungsdruck egal ob von außen oder selbstgemacht.
    Ach und natürlich mehr raus ans Licht und Luft…..
    Körperliche Aktivität baut Cortisol tausendmal besser ab, als alles andere, wobei ich ansonsten voll den Empfehlungen zustimme.

    • Liebe Aponette,

      herzlichen Dank für die Ergänzungen!
      Bei Sport und Bewegung empfehle ich das Körperprotein-Defizit (durch Cortisol bedingt) mit kalorienarmen, kohlenhydratreichen und fettarmen Mahlzeiten und ggf. Aminosäuren aufzubauen.

      Viele Grüße
      Uta Beerhenke

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