Kolloidales Silber

Silberbesteck

 

 

 

 

 

1.Was ist kolloidales Silber ?

Das sind Silberpartikel in Wasser suspendiert.

In einem Kolloid liegen kleinste Partikel äußerst fein verteilt und ungelöst vor. Sie bestehen aus wenigen bis einigen tausend Atomen. Die Größe der Teilchen kann man sich so vorstellen: ein menschliches Blutkörperchen hat einen Durchmesser von 7500 Nanometern.
Kolloidteilchen dagegen sind unvorstellbar winzig: sie sind nur bis zu 200 Nanometern groß.
Kolloide sind Suspensionen. Die Bestandteile liegen in unterschiedlichen Phasen vor:
fest-flüssig oder gasförmig-flüssig.
Die Partikel eines Kolloids dürfen nicht löslich sein.
Bei den Partikeln handelt es sich um zwei verschiedene Bestandteile.

Kolloidales Silber ist also keine Lösung, sondern eine Suspension!
Die Silberpartikel liegen nicht gelöst vor.
Silbersalze dagegen lösen sich in Wasser (Silbernitrat, Silberchlorid).
Kolloidale Silberlösung sollte also möglichst viel elementares Silber enthalten.

 

Einsatzgebiete
Kolloidales Silber kann bei allen Krankheiten, die mit einer erhöhten Belastung mit Bakterien, Pilzen und auch Viren einhergehen, eingesetzt werden.
Es wird unverdünnt eingenommen. Bei Hauterkrankungen kann die Haut direkt eingesprüht werden, oder man weicht ein Leintuch in der Lösung ein und legt es auf die betroffenen erkrankten Stellen.

 

3. Wie wirkt kolloidales Silber?

Wie kann man sich die Wirkung gegen Parasiten, Bakterien (Saphylokokken, Streptokokken), Pilzen (Candida albicans) und Viren erklären?
Tatsache ist: Es tötet Krankheitskeime ab.
Ich zitiere aus der DAZ Ausgabe 16/2009:

„Das Edelmetall gibt sehr viel weniger Ionen (Ag+) an wässriges Milieu ab als unedle Metalle. Diese wirken jedoch bereits in sehr niedriger Konzentration toxisch auf Mikroorganismen. Dieser antimikrobielle Effekt ist mit dem Begriff Oligodynamie assoziiert.(…)
Es ist bekannt, dass Silberionen mit Proteinstrukturen reagieren. Dabei ist besonders die Reaktion mit Thiolgruppen sehr effektiv. Oftmals führt dies zu einer Störung der nativen Proteinstruktur und meist zu einem Funktionsverlust. Für die Energiegewinnung sind membrangebundene Proteine der bakteriellen Atmungskette von ebenso zentraler Bedeutung wie Transportproteine für den geregelten Stofftransport über Membranen. Silberionen können solche Strukturen auf der Außenseite des Bakteriums schädigen, sodass Energiegewinnung und Stofftransport bereits nachhaltig beeinträchtigt sind, bevor die Ionen ins Zellinnere eindringen und dort zusätzlich intrazelluläre Enzyme und Nukleinsäuren inaktivieren können.

Da Silberionen sehr unspezifisch reagieren, ist das Wirkungsspektrum sehr breit und Mikroorganismen entwickeln kaum Abwehrmechanismen. Silberionen reagieren auch mit Proteinstrukturen höherer Säugerzellen. Diese sind jedoch ungleich größer als Bakterienzellen und viele lebenswichtige Funktionen wie die Energiegewinnung finden intrazellulär statt. Daher sind für eine Schädigung menschlicher Zellen oder Gewebe erheblich mehr Silberionen notwendig. In der Praxis bedeutet dies, dass Konzentrationen, die antimikrobiell bereits gut wirksam sind, für den Menschen bei topischer und systemischer Anwendung noch sehr gut verträglich sind.“

 

4. Kumuliert es im Körper?

„Wenn sie zu viel davon einnehmen, werden sie blau.“
Das ist nicht ganz richtig. Argyie nennt sich diese blaugraue Verfärbung der Haut und Schleimhaut. Sie entsteht durch Silberionen oder durch Silberproteine, und nicht durch kolloidales Silber.
Am Zahnfleisch bilden sich Silberlinien und die Fingernägel verfärben sich als ein erstes Anzeichen, wenn man sehr lange und hochdosiert Silber eingenommen hat. Genau gesagt mehr als 1,5g pro Tag.
Ich habe leider nichts zur Entgiftung von Silber gefunden. Das heißt, es bleibt möglicherweise im Körper.

Die Internetseite von Rosemary Jacobs finde ich spannend. Sie hatte jahrelang als Kind Silbernitrat (also kein kolloidales Silber!) eingenommen, um eine Allergie zu behandeln. Mit ca. 14 begann sich ihre Haut zu verfärben.


5. Nebenwirkungen?

Bei Einnahme werden eventuell nicht nur die üblen, sondern auch die netten Bakterien im Verdauungstrakt beeinträchtigt. Ich empfehle, wie nach Einnahme eines Antibiotikums, die Darmflora mit speziellen Probiotika wieder aufzubauen. Am besten, Du lässt Dich in einer guten Apotheke, einem guten Heilpraktiker oder Arzt dazu beraten.
Übrigens kann Dir ein Stuhltest („Florastatus“) genau sagen, ob die wichtigsten Bakterienstämme in genügender Anzahl und im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sind. So kann man Defizite gezielt auffüllen. So einen Stuhltest bieten ganzheitlich arbeitende Apotheken oder medizinische Labore an.

Bakterien können gegen Silberionen resistent werden. Dazu gibt es Studien.

Von Kunden habe ich bis jetzt von keinen Nebenwirkungen gehört.

 

6. Haltbarkeit

Achtung: kolloidales Silber ist nur wenige Wochen haltbar.
Man sollte es bei Zimmertemperatur und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt lagern.

 

7. Andere silberhaltige Präparate

Es gibt übrigens apothekenpflichtige Präparate, die unterschiedliche Silberverbindungen enthalten.
Hans Karrer Mikrosilber Körperpflegeprodukte enthalten Mikrosilber: Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass es nur punktuell auf der Hautoberfläche abgelagert wird und nicht in die Haut eindringt.
Es ist also vorteilhaft, Teilchen zu verwenden, die mit Sicherheit zu groß sind für eine Hautpenetration und dennoch eine große spezifische Oberfläche aufweisen.

Diese Alternative bietet Mikrosilber (Beispiel: MicroSilver BGTM). Aufgrund der mittleren Teilchengröße von etwa 10 µm ist eine Hautpenetration auszuschließen. Eine ausreichende Generierung von Silberionen ist dadurch möglich, dass die Partikel aufgrund ihrer schwammartigen Struktur eine größere spezifische Oberfläche (5 m2/g) als herkömmliches Silberpulver haben.
Dies steht im Gegensatz zu den klassischen Konservierungsmitteln, die auf der gesamten Hautoberfläche verteilt werden und auch in die Haut penetrieren können. Daher ist die Verträglichkeit von Mikrosilber in Kosmetika sehr gut und seine Anwendung sicher. Bei mehr als 90 Prozent der Patienten mit atopischer Dermatitis lässt sich auf der Haut das Bakterium Staphylococcus aureus nachweisen (16-18). Dabei stehen die Ausprägung der atopischen Dermatitis und die Besiedelungsdichte mit Staphylococcus aureus in engem Zusammenhang. Produkte mit einem antimikrobiellen Wirkprinzip sind daher sinnvoll zur pflegenden Behandlung atopischer Hautzustände.

Vorteil von Nanosilber scheint in seiner Depotwirkung zu liegen, d.h. Silbernanopartikel geben über einen längeren Zeitraum hinweg kontinuierlich Silberionen ab, die für die antimikrobielle Wirkung verantwortlich sind.

Silbernitrat kommt als Antiseptikum und Adstringens (als 0,5-prozentige Lösungen zur lokalen Behandlung) und als Ätzmittel (»Höllenstein-Ätzstift«) vor.

Brandwunden: Dabei kommt hauptsächlich Silbersulfadiazin, das Silbersalz eines Sulfonamids, zum Einsatz. Außerdem finden sich in der Roten Liste mehrere Wundauflagen für chronische, schlecht heilende Defekte, die als Wirkstoff »Silbersalz«, meist Silbersulfat enthalten.

 

Mein Fazit:
Kolloidales Silber ist kein Wundermittel und sollte mit Bedacht angewendet werden. Ich empfehle kolloidale Silberlösung nur vorübergehend (beispielsweise bis die Symptome abgeklungen sind) anzuwenden.
Weniger ist mehr, und es sollte richtig dosiert werden.
Die Qualität des reinen kolloidalen Silbers spielt eine große Rolle.
Es sollten keine Zusätze enthalten sein.
Elektrochemische Herstellung enthält viel elementares Silber, deshalb am besten geeignet.
Bei Erkrankungen wende Dich bitte an einen Arzt.

Mein Beitrag dient lediglich zur Information.
Kolloidales Silber gibt es nicht als Arzneimittel in der Apotheke zu kaufen.


Eine Frage
blieb noch offen. Stärke ich mein Immunsystem, wenn ich mich mit Silberschmuck wie Lametta behänge oder mit Silberbesteck von silbernen Tellern esse?

Ich freue mich über Dein Feedback! Welche Erfahrungen hast Du mit kolloidalem Silber gemacht? Ich bin für jede Anregung dankbar.
Gerne auch per Email: utas dot blog at gmx dot de

Herzliche Grüsse

Uta Signature transparent bw 2

PS: Lösungsvorschläge für meine Schluss-Frage:
Silberschmuck tötet mögllicherweise Geruchsbakterien ab. Aristokratisches blaues Blut werde ich davon nicht bekommen.

 

Hier habe ich recherchiert:

 „Immun mit kolloidalem Silber“ von Dr. Josef Pies. Ein kleines, praktisches und sehr informatives Nachschlagewerk. Ich kann das Buch nur empfehlen.
Dr. Josef Pies ist Diplombiologe (Zytologie), leitet ein pharmazeutisches Unternehmen in Bonn und hat sich mittlerweile als Autor von Gesundheitsratgebern etabliert.

Pharmazeutische Zeitung zum Thema Mikrosilber

 

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