Vitales Haar

Haare

GrasbüschEin Frustmoment nennt man das wohl, wenn sich einem nach dem Kämmen im Waschbecken unzählbar viele Haare entgegen schlängeln.

Bis zu 100 Haare am Tag sollen noch normal sein. Nach meiner Berechnung hätte ich dann in dreieinhalb Jahren eine Glatze.OMG! Ich vermeide ab sofort unnötiges Kämmen.
Gibt es Haarspender?


Ja, das ist schon ein ziemliches Ärgernis, dieser Haarausfall. War die Bio-Haarfarbe daran schuld? Oder liegt es an der Sommerhitze? Stress zum „Haare raufen“ gibt es auch genug.

Das wird diesmal ein richtig langer Artikel zu den Themen Haarausfall und geschädigtes Haar und wie man den Schlamassel in den Griff kriegt.

Und ich habe ganz viele Tipps zusammengetragen für schönes und gesundes Haar.

Bevor man mit irgendwelchen Maßnahmen startet, empfehle ich, zunächst den Ursachen auf den Grund zu gehen. Dabei kannst Du Dich von Apothekern, Heilpraktikern, Ärzten und Friseuren unterstützen lassen, die ganzheitlich arbeiten.

Es gibt ganz bestimmte Einflüsse, Zusammenhänge und Ursachen für Haarprobleme, die ich hier zusammengestellt habe.
Außerdem verrate ich Dir besondere „Bausteine“ für gesundes und schönes Haar.

 

Was weißt Du schon? – ein haariges Quiz
1. Wie schnell wächst ein Haar pro Tag im Durchschnitt?
a) ca. 2 mm
b) ca. 1 mm
c) ca. 0,35 mm

2. Wie viele Haare hat ein gesunder Mensch auf dem Kopf?
a) ca. 10000 – 50000
b) ca. 80000 – 150000
c) ca. 100000 – 200 000

3. Bei welcher Art Haarausfall wird Finasterid eingesetzt?
a) Bei Benigne Hyperplasie
b) Bei erblich bedingtem Haarausfall
c) Bei einer Autoimmunerkrankung

Das Ergebnis findest Du am Ende des Beitrags.

 

Schönes, glänzendes Haar spricht für einen gesunden Menschen.

Was heißt „normales“ Haar?

Normales Haar ist unbeschädigt, es glänzt und bleibt nach der Wäsche einige Tage lang ansehnlich.
Menschliche Haare befinden sich immer in verschiedenen Wachstumsstadien
im Vergleich zu manchen Tierhaaren:
Anagen = Wachstumsphase, Katagen = Übergangsphase, Telogen = Ruhephase.
So ist ein Haarverlust von bis zu 100 Haaren täglich normal. Je nach Jahreszeit kann es auch kurzfristig zu einem „Fellwechsel“ kommen, beispielsweise wenn es sehr heiß ist. Das schreibt sich so locker, aber es ist beängstigend, wenn man täglich diese Menge abzählt. Manchmal fallen die Haare erst aus, wenn man sich nach einer Krankheit schon wieder in der Regenerationsphase befindet.

 

Woran erkennt man geschädigtes Haar?

Geschädigtes Haar sieht strohig und stumpf aus, verfilzt leicht und die Enden verheddern sich. Der natürliche „fettige“ Schutzfilm fehlt.

 Wie kann es zu geschädigtem Haar kommen?

Föhn-Hitze, Sonne, stachelige Lockenwickel und Haargummis stressen das Haar.
Chemische Einwirkungen wie Färben, Dauerwelle oder falsches bzw. zu viel Shampoo
greifen das Haar an. Weitere Sünden sind Trockenrubbeln mit dem Handtuch und Kämmen mit einem Plastikkamm. Die Schuppenschicht der Haare kann aufrauen und auch aufreißen.

Eine raue Oberfläche führt dazu, dass das Haar schneller schlapp und schmutzig wird.

Konventionelle Shampoos unf Spülungen enthalten meistens Silikone, damit das Haar glänzt und kämmbar wird. Sie lagern sich allerdings wie ein Panzer auf den Haaren und der Kopfhaut ab. Folge: Nährstoffe gelangen nicht mehr an die Haarwurzel, die Kopfhaut kann nicht mehr „atmen“, und Pflege gelangt nicht mehr an die Haare. Stellt man dann auf ein Bio-Shampo um, kann es ein paar Haarwäschen dauern, bis sich die alten Schichten abgelöst haben und das Haar wieder „lebendig“ wird.

 

Ursachen von Haarausfall (Alopezie)

Zu einer guten Beratung gehören folgende Punkte, die man abklären sollte:

Was wurde bisher gegen die Beschwerden getan?
Nicht gleich den Kunden mit Tipps überhäufen, denn meistens hat er schon einiges probiert, bevor er zu uns in die Apotheke kommt.

Kann es sein, dass Sorgen und Stress Sie gerade stark belasten bzw. belastet haben in den letzten Monaten? Die Kopfhaut ist ein Indikator für seelisches Befinden. Kein Wunder, wenn dann Haare ausfallen.

Ich finde es wichtig, die vergangenen Monate mit einzubeziehen. Einen Einfluss auf Haarverlust können haben:

Medikamente, auch Hormone
Hormonumstellungen wie Wechseljahre
Chronische Erkrankungen
Allergien
Unfall oder OP
Infekt oder Entzündungen
Schilddrüse
Darmflora bzw. Darmprobleme
Diät bzw. Nährstoffmangel
Umweltgifte und toxische Elemente
Sorgen bzw. Stress
Aussehen des Haarbodens

Gesunde Kopfhaut und gesundes Haar gehen immer mit einem optimal funktionierenden Stoffwechsel einher!

Ich hoffe, ich wiederhole mich:
Psyche, Nerven, Hormone und Immunsystem sind miteinander verbunden und aufeinander abgestimmt.
Ursachen sind also auch dort zu suchen.
Es gibt so viele Möglichkeiten. Bevor Du in Stress gerätst, sprich mit einem Experten über Deinen Kummer mit der Rapunzelmähne! Das kann ein Arzt oder Heilpraktiker sein, Dein Lieblingsapotheker oder Dein Lieblingsfriseur.

Stress schädigt über dabei ausgeschüttete Neurotransmitter, Neuropeptide, Neurohormone und andere Botenstoffe die Haarfollikel – so bezeichnet man den Haarbalg, der die Haarwurzel umgibt. In der Folge entwickelt sich ein diffuser Haarausfall, bei dem recht gleichmäßig über den Kopf verteilte Haarlichtungen entstehen.
Haarausfall kann durch erschöpfte Nebennieren entstehen. Über einen Hormonspeicheltest kann man ein Cortisol-Tagesprofil erstellen (5x täglich, alle 3 Stunden messen).
Der Cortisol-Morgenwert sollte zwischen 5200-14600 pg/ml liegen.
 Eine gesunde Lebensweise, eine positive Einstellung, guter Umgang mit Stress sowie eine gute Ernährung sind das Fundament für Wohlbefinden und eine hohe Lebenserwartung.

 

Ernährung und Haarausfall
Wie geht es Dir, wenn Du Dich mit möglichst wenig Milchprodukten und Fleischwaren, dafür mit viel frisch zubereitetem Gemüse, Nüssen, Vollkorn und Obst ernährst?

Nährstoffaufnahmestörungen infolge Darmoperationen und chronischen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), künstliche Ernährung, einseitige oder ständige Diäten sowie Essstörungen können zu Haarausfall führen.

 

Toxische Elemente oder ein Mangel an Mineralstoffen?
Die Haarmineralanalyse (HMA) – mein Steckenpferd

Haarausfall sollte immer ganzheitlich betrachtet werden. Ist der Körper ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Gibt es toxische Elemente, die den Organismus blockieren? Welcher Mineralstoff fehlt? Durch die HMA bekommt man wertvolle Hinweise, was zu viel und was zu wenig ist. Die Nährstoffe können dann gezielt wieder ausgeglichen werden.

Die HMA ist ein Steckenpferd von mir. Ich hätte nie gedacht, dass eine Präventionsanalyse so spannend sein kann! Ich praktiziere seit 14 Jahren die HMA-Beratung und Auswertung in der Apotheke, inklusive einem persönlichen, individuellen Regulationsplan. Die Aha-Erlebnisse der Kunden sind jedes Mal spannend, und die positiven Ergebnisse nach einer Regulation motivieren mich immer wieder.

Warum sind Haare ein zuverlässiger Indikator für Nährstoffmangel und Schadstoffe?

Haare können Mineralstoffe, Spurenelemente, Drogen und sogar auch Cortisol und toxische Elemente (Cadmium, Blei, Aluminium, Nickel, Arsen, Quecksilber usw.) speichern. Haare haben ein „Langzeitgedächtnis“.

Beispielsweise Aluminium nimmst Du auf, wenn Du Joghurtdeckel abschleckst oder ein alu-haltiges Deo verwendest. Essigsaure Tonerde, Zahnpasta, Instantnahrung und Antazida können Aluminium enthalten. Es kommt überall im Alltag vor, lies das Kleingedruckte auf den Packungen! Es findet sich möglicherweise auch in Kondensstreifen. Es handelt sich um sogenannte Chemtrails.
Aluminium gilt als Nervengift und beeinträchtigt angeblich unsere Gehirnfunktionen.

Da Haare ca. einen Zentimeter pro Monat wachsen, lässt sich in einem Haarabschnitt die kumulative Menge an Stoffen für einen definierten zurückliegenden Zeitraum ermitteln.
Haare = Archiv
Blut = Schnappschuss
Die HMA-Auswertung liefert Durchschnitts-Werte über einen Zeitraum von ca. drei Monaten.
Blutwerte dagegen können je nach Belastung, Stress, Sport, Schwangerschaft usw. schwanken.

Bei meiner Beratung berücksichtige ich auch andere Untersuchungsbefunde und Einflussfaktoren wie Lebensweise, Erkrankungen, Gewicht und Unverträglichkeiten.
Mit Hilfe der Auswertung kann man die Eigenregulation des Körpers gezielt und ganzheitlich angehen. Die Regulation und Entgiftung geht nicht von heute auf morgen, sondern kann ca. 6 Monate dauern. Dafür wird man belohnt mit einem generell besseren Wohlbefinden, mehr Energie, gestärkten Nerven und einer gesunden Ausstrahlung.


Verwendest Du haarfreundliche Produkte?
Färbung und Bleichung schädigen das Haar. Die Cuticula-Schuppen des Haares (äußerste Schicht) werden schnell und stark aufgequollen. Das passiert ab pH 8, also wenn die Produkte zu basisch sind. Dadurch laugt das Haar aus und die Schuppenschicht löst sich auf. Alkalische Lösungen werden umgangssprachlich als Laugen bezeichnet.
Folge: raue, stumpfe, trockene Oberfläche. Das Haar wird leichter anschmutzbar und zeigt Strukturschwäche.

Haarbleich- und Blondiermittel sind schwach sauer eingestellt.
Keratin wird beim Blondieren mit Wasserstoffperoxid teilweise gespalten. Dabei gehen Elastizität und Glanz verloren.
In den USA gibt es seit 2014 ein neues Zaubermittel, das Strukturschäden ( durch Färben, Blondieren und Dauerwelle) anscheinend dauerhaft reparieren kann. Die Vorher-Nachher-Fotos sind verblüffend. Siehe meine Anmerkung dazu am Ende des Artikels.

 

1. Über kurz oder lang

Immer sinnvoll ist die Anregung der Mikrozirkulation und der Durchblutung der Kopfhaut: das fördert das Haarwachstum und auch Entspannung der Kopfhaut. Die Lymphgefäße an Hals und Kopf werden angeregt und unterstützen so die Entschlackung.

Ich empfehle Kopfhautmassagen und tägliches sanftes Bürsten mit Naturhaarbürsten. Dabei werden nur die Haare entfernt, die sowieso ausfallen würden.

Natürliche Haarwässer und Öle unterstützen Dich dabei. Als Öl für die Kopfhaut empfehle ich Nachtkerzenöl, das auch bei Entzündungen unheimlich gut tut. Arganöl in den Haarspitzen schützt vor waschaktiven Substanzen im Shampoo, gerade dann, wenn man es wachsen lassen möchte. Als Kopfhaut-Massageöl unterstützt Arganöl zusätzlich das Haarwachstum.

Wenn die Haare fliegen:
Das gute, alte Klettenwurzel-Öl ist dafür ein Geheimtipp. Man knetet es am besten abends in die Haarspitzen und wäscht es morgens wieder aus. Danach sind die Haare wieder ganz voll und nicht mehr so elektrisch aufgeladen.

Ein sehr mildes Shampoo ist das basische Pflege-Shampoo von Siriderma. Es beruhigt Rötungen und Reizungen der Kopfhaut und lässt das Haar glänzen. Eine ganz schonende, sehr gut verträgliche Reinigung für die häufige Haarwäsche und für lange Haare.

Für die Mikrozirkulation der Kopfhaut empfehle ich beispielsweise PHYTOs Phytopolleine, eine 100% pflanzliche Stimulanz-Kur, die als eine Art natürliche „Müllabfuhr“ dient und dadurch die Aufnahme von Pflegestoffen optimal vorbereitet.

PHYTOLOGIST 15 ist eine innovative, umfassend wirkende Kur von PHYTO und für alle Haarausfalltypen geeignet. Die Anti-Haarausfall Behandlung wirkt gleichzeitig auf 15 biologische Faktoren, die beim Ausfall sowie Wachstum der Haare eine Rolle spielen. Mit 99% pflanzlichen Inhaltsstoffen bremst die Kur den Haarausfall und fördert das Wachstum von vollerem und dichterem Haar.

Triphasic VHT ATP Intensif Rene Furterer regeneriert als Serum die Haarpapille und liefert neue Energie. 3 Wirkstoffphasen sind bei anlagebedingtem Haarausfall gezielt wirksam.

2. Anwendungen bei anlagebedingtem Haarausfall

Minoxidil: ein Antihypertensivum (Blutdrucksenker), bei erblich bedingtem Haarausfall. Nach dem Auftragen auf die Kopfhaut erweitert Minoxidil die Blutgefäße, wodurch die Blut- und Nährstoffversorgung des Haares angeregt wird. Bei Männern hat sich eine 5%-ige Minoxidil-Konzentration als wirksam erwiesen. Bei Frauen führt bereits eine geringere Minoxidil-Menge zu Erfolgen, weshalb eine 2%ige Konzentration des Wirkstoffs zu empfehlen ist.  Zwischen der 2. und der 6. Behandlungswoche kann verstärkter Haarausfall auftreten. Bitte nicht absetzen! Dieses „Shedding“ ist auf das Ausschieben von Telogenhaaren durch die im selben Haarfollikel verstärkt nachwachsenden Anagenhaare zurückzuführen. Diese Phase dauert 2-4 Wochen. Geduld!

Alfatradiol (17-alpha-Estradiol, z. Bsp. in Ell-Cranell), wird eingesetzt bei anlagebedingtem Haarausfall bei Männern und Frauen. Der Wirkstoff ist ein chemisch hergestelltes Östrogen in geringfügig veränderter Form.
Beim erblich bedingten Haarausfall kann eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT bestehen und zu einer fortschreitenden Verkleinerung der Haarwurzeln führen. Eine Behandlungsmöglichkeit besteht in Medikamenten zur Senkung des DHT-Spiegels.
Ursache des erblich bedingten Haarausfalls ist eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber dem körpereigenen Botenstoff DHT (Dihydrotestosteron, die aktive Form). DHT wird in der Kopfhaut aus Testosteron gebildet. Es bindet an bestimmten Rezeptoren der Haarwurzeln. Folge: es verkürzt dann die Wachstumsphase der Haare und führt zu einer fortschreitenden Verkleinerung der Haarwurzeln.
Alfatriol wirkt gegen DHT: Es vermindert direkt an den Haarwurzeln die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT). Außer dem regt es die Zellen, die das Haar produzieren, zu vermehrtem Wachstum an.

Testosteron lässt sowohl Frauen-, als auch Männerhaar wachsen. Der Testosteronspiegel sinkt mit dem Alter. Ab ca. Mitte 30 wird gleichzeitig auch das Haar dünner. Frauen mit eher niedrigem BMI sprechen besser auf Teatosterongaben an. Das sollte beim Arzt abgeklärt werden.

Finasterid, ein auf Androgene wirkendendes Medikament kann bei Männern den Haarverlust reduzieren und das Nachwachsen stimulieren.
Verschreibungspflichtig! Vor der Anwendung sollte der PSA-Wert bestimmt werden.

 

 

3. Anwendungen bei geschädigtem Haar

An Stelle von Silikon machen pflanzliche Öle die Haare geschmeidig und gut kämmbar: Mandel-, Jojoba-, Kokos-, Macadamiaöl. Sie sind in natürlichen Shampoos und Spülungen enthalten.

Bei  trockenem, brüchigem, gesplisstem und glanzlosem Haar rate ich zur Neem Haarölkur von Dr. Hauschka. Sie bringt neue Vitalität und Geschmeidigkeit in das Haar. Besonders geeignet ist sie auch bei irritierter Kopfhaut und für dauergewelltes, koloriertes, sowie durch Hairstyling oder Sonne beanspruchtes Haar.
Phytokeratine Extreme von Phyto enthält pflanzliches Keratin. Präzise füllt es alle Lücken auf und stellt die ursprüngliche Haarstruktur wieder her.

Beim Waschen reicht es, das Shampoo nur auf den Haaransatz zu geben, oder das Shampoo vorher zu verdünnen. Zum Trocknen die Haare sanft drücken statt rubbeln.


Was ist Olaplex?

Ich habe in den sozialen Netzwerken von einem Wow-Effekt für geschädigtes Haar gelesen. Es soll ein Produkt geben, das kaputte, strohige, v.a. blondierte oder gesträhnte Haare reparieren kann. Normalerweise ist das nicht möglich. Oft hilft nur noch schnipp-schnapp. Hört sich interessant an. Der Inhaltsstoff heißt Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate. Er vollbringt das Wunder und baut anscheinend die gebrochenen Disulfid-Brücken (R-S-S-R) wieder auf.
Wirkungsweise: Durch Haarewaschen, Hitzestylings oder Colorationen werden die Schwefelbrücken im Haar gelöst. Die Folge: Es wird brüchig und verliert seinen Glanz. Durch den chemischen Wirkstoff Olaplex werden diese wieder geschlossen und die Haarstruktur damit dauerhaft gestärkt. Die Behandlung – von Experten durchzuführen – hat drei Stufen: Nr.1, die pure, flüssige Version von Olaplex, kann pur oder vermengt mit der Wunschhaarfarbe ins Haar eingearbeitet werden. Die cremige Nr. 2 kommt als Pflege nach dem Ausspülen der Haarfarbe zum Einsatz. Variante Nr. 3 ist für die Anwendung Zuhause bestimmt. Der sogenannte „Hair Perfector“ ersetzt eine intensive Haarkur und sollte – je nach Zustand der Haare – nach jeder dritten bis vierten Haarwäsche verwendet werden.


4. Nährstoffe für 100.000 Haare

Aminosäuren: Einfluss auf die wichtigen Stoffwechselprozesse. Man kennt sie aus der Sporternährung. Sie spielen u.a. eine Rolle beim Aufbau der Haare.

Die Haarsubstanz besteht zu etwa 90% aus Keratin (ein Faserprotein) mit 18 Aminosäuren.
Cystein ist eine wichtige schwefelhaltige Aminosäure fürs Haar, die bei einer Dauerwelle das Verhalten des Haares bestimmt. L-Cystein in Kombination mit B-Vitaminen kann das Haarwachstum bei diffusem Haarausfall wieder anregen (beispielsweise in Priorin). Cystein wirkt zellschützend und entgiftend. Keratin wird beim Blondieren mit Wasserstoffperoxid teilweise gespalten. Dabei gehen Elastizität und Glanz verloren.

Antioxidantien wie Carotin, Vitamine B,C, E,….zur Förderung der Keratin-Produktion. Keratine sind der Hauptbestandteil von Säugetierhaaren, Finger- und Zehennägeln.

Biotin (Vitamin H): sorgt für eine gute Struktur der Haut, Haare und Nägel.

Coenzym Q10 stabilisiert die Zellmembranen, liefert Energie, dient als Antioxidans und Antiaging-Vitamin.

Vitamin D für die Immunmodulation.

Enzyme sind Bio-Katalysatoren. Sie beschleunigen Heilprozesse bei Entzündungen und Infekten im Körper.

Eisen: Einen Rückschluss, wie voll die Eisenspeicher in Leber, Milz und Knochenmark sind, bietet Ferritin. Hier handelt es sich um ein Protein, das Eisen bindet. Nach klinischer Erfahrung ist ein Wert von über 50µg/l anzustreben. Liegt er darunter, kann es zu diffusem Haarausfall kommen.

Hirseextrakt: die Leitsubstanz ist Miliacin, ein Phytosterol. Es schenkt dem Haar neue Geschmeidigkeit und Vitalität. Phytosterole wirken zudem entzündungshemmend und sie blockieren die Entstehung der für eine Entzündung notwendigen Arachidonsäure.

L-Carnitin: Vegetarier und Veganer sollten L-Carnitin messen lassen, v.a. bei Energielosigkeit und Müdigkeit. Es unterstützt den Energie- und Fettstoffwechsel.

Omega-3-Fettsäuren für den Stoffwechsel, gesundes Haar und gesunde Kopfhaut

Silicium bzw. Kieselerde stärkt die Haarstruktur, indem es die Quervernetzungen der Keratin-Eiweiß-Bausteine im Haar stabilisiert. Kieselerde ist auch gut für das Bindegewebe und die Knorpelsubstanz.

Zink: Bei den Haaren handelt es sich um ein zinkreiches Gewebe. Zusammen mit B-Vitaminen hilft es bei dünnem Haar.

Homöopathie: Haut- und Haarkur mit Schüssler-Salzen.
Morgens: Nr. 1 – das Salz des Bindegewebes
Mittags: Nr. 8 – das Salz des Flüssigkeitshaushalts
Abends: Nr. 11 – das Salz der Haurt, der Haare und des Bindegewebes

 Mesotherapie: Hier wird ein Revitalisierungscocktail mit verschiedenen Nährstoffen mit feinen Nadeln direkt in die Kopfhaut injiziert. Er verteilt sich über Diffusionsprozesse im gesamten Haarbereich.

Nährstoffe sind für die Langzeittherapie geeignet.
Mit der Haarmineralanalyse kannst Du Dir übrigens in ausgewählten Apotheken ein individuelles Programm zur Regulierung von Nährstoffdefiziten erstellen lassen.

 

Das berichteten meine Kunden:

 – Nährstoffe ( nach Auswertung der Haarmineralanalyse):
Frau Harnix* hatte nach mehrmonatigem Aufenthalt in Indien massiven Haarausfall mit kahlen Stellen. Die Auswertung der HMA ergab Mineralstoffmangel und erhöhte toxische Elemente (Cadmium, Blei, Aluminium, Nickel). Die zweite HMA nach 6 Monaten zeigte normale Werte und die kahlen Stellen auf der Kopfhaur waren deutlich reduziert.

Frau Isswas* litt stark unter Haarausfall nach der Behandlung ihrer Anorexie. Durch gute Kopfhautpflege (s.o.), viermonatiger Einnahme der fehlenden Nährstoffe (Kalium und Vitamin B12 waren extrem niedrig), gesunder vollwertiger Ernährung und viel Geduld wuchs das Haar wieder dick und glänzend nach.

– Alternative zu Finasterid (Propetia): off label Avodart 0,5mg laut meinem Kunden Herr Haarstatt* ( 25 Jahre) „Deutlich bessere Wirkung als Finasterid.“ Für Frauen ist der Wirkstoff kontraindiziert.

-Mesotherapie: Frau Schön* (70Jahre), die durch Chemo die Haare verlor, berichtete: „Vier Wochen nach der Behandlung wuchsen meine Haare wieder.“
 

 

Zum Arzt

Wenn der Haarausfall länger als vier Monate anhält, empfehle ich zum Arzt zu gehen.

Lassen Sie Ihre Schilddrüsenhormone kontrollieren, das heißt alle 3 Werte: T3, T4, TSH. Sie können Ursache für diffusen Haarausfall sein.
Entzündungsparameter zeigen chronisch-entzündliche Prozesse an.

Eisenwerte: Ich empfehle eine Bestimmung Ihres Depot-Eisens, also des Ferritins. 70 – 40mg Ferritin/ml Serum ist eine kritische Grenze bei Haarausfall. Eisen kommt z. B. in aktiven Zentren von Enzymen vor und ist wichtig für das Zellwachstum. Eisen spielt bei diffusem Haarausfall eine Rolle.

Testosteronspiegel: Testosteron lässt Frauenhaar wachsen. Der Testosteronspiegel der Frau sinkt mit dem Alter. Ab ca. Mitte 30 wird gleichzeitig auch das Haar dünner. Frauen mit eher niedrigem BMI sprechen besser auf Testosteron an. Das sollte beim Arzt abgeklärt werden.

-Autoimmune Zusammenhänge oder eine starke psychische Belastung können Ursache für kreisrunden Haarausfall sein.
Heilpilz Cordyceps sinensis (beispielsweise Fa. Mykotroph), Entsäurungskur mit Basenpräparaten, Magnesium und Vitamin D regulieren entgiftend und immunmodulierend.

Übrigens: Die Ausgaben für eine Behandlung bei Haarausfall müssen die Betroffenen normalerweise selbst tragen. Die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen solche Behandlungen gewöhnlich nicht.

 

Mach Dir keinen Kopf! Ich wünsche Dir viel Geduld und Ruhe – das ist nicht nur für eine ver-lockende Mähne hilfreich!

Ich hoffe, Du findest kein Haar in der Suppe bzw. in meinem Beitrag!
Und wenn, dann bitte nicht höflichkeitshalber runterschlucken, denn es kann sonst stundenlang im Rachen kitzeln…
Schau mal ganz unten, da gibt es ein vollkommen kahles Kommentarfeld, das gern mit Deinem Feedback gefüllt werden möchte.

Uta Signature transparent 1 bwHerzlichst

 

 

 

Lösung Quiz:
1. 0,35 mm
2. 80000 – 150000
3. Finasterid wird bei Benigner Hyperplasie und erblich bedingtem Haarausfall eingesetzt. Für Frauen ist der Wirkstoff kontraindiziert.

 

Quellen

Hirse: http://vitamine-ratgeber.com/hirseextrakt-cystein-pantothensaeure-gegen-haarausfall/#sthash.eCq6z4NG.dpuf
Cortisolanzeiger Kopfhaar: http://www.eje-online.org/content/current
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/hormonstoerungen/article/803083/haarausfall-frauen-nicht-immer-liegts-testosteron.

Haarsprechstunde: Gesunde Lösungen für schönes Haar“ von Michael Rogall

Aluminium: http://www.sauberer-himmel.de/nutzungsbedingungendatenschutz/
Auch Silberjodid/Aceton wird übrigens großflächig versprüht durch „Hagelflieger.

*PS: Namen werden nur als Platzhalter benutzt und sind frei erfunden.

 

 

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2 Gedanken zu „Vitales Haar

  1. Hi, Wiederwahl eine interessante Zusammenfassung eines schwierigen Themas. Aber ich bitte Dich: Chemtrails??? Nicht ernsthaft!?!
    Das sind simple Kondensstreifen – und wenn da etwas drin ist, dann ist das das Selbe, was in allen Auspuffgasen drin ist.
    Frage: HMA, wie läuft das ab?

    • Hi Aponette!
      Ad Chemtrails: man sollte als Wissenschaftler alles erst mal anzweifeln, klar. Ich bleibe mal neugierig. Das Gegenteil kann ich auch nicht beweisen. Ich erinnere mich noch an eine Aussage der Tabakindustrie: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Zigaretten rauchen und Lungenkrebs.“
      Ad HMA: Probenahmemenge 200mg, Haare Hinterkopf oder Schamhaar, dürfen nicht chemisch behandelt sein, Analyseauftrag ins Speziallabor der Umweltapotheker, Messung ICP und MS. Das Ergebnis bespreche ich in einem persönlichen Beratungsgespräch in der Apotheke. Man kann hier latente Störungen im Mineralhaushalt und Schwermetallbelastungen erkennen.
      Liebe Grüße, Uta

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