Intimes oder In Time?

Ca. 3 von 4 Frauen erleiden einmalFrauenmantel
in ihrem Leben eine Scheidenpilzinfektion (Vaginalmykose).

Sie kann jede Frau treffen, in deren Körper ausreichende Mengen des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen vorhanden sind.

Eine Vaginalmykose hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun!
Im Gegenteil, häufiges Waschen mit aggressiven Duschgels kann den zarten Bereich anfälliger machen für Infektionen.

Übertriebene Intimhygiene oder eine falsche Wischtechnik beim Toilettengang (Schmierinfektion durch Reinigung “von hinten nach vorne”) kann Vaginalmykosen fördern.

Typische Symptome:
starken Juckreiz in der Intimregion, vermehrter, weißlicher und quarkähnlicher Ausfluss.

 

Welche Frauen sind häufig von Vaginalmykosen betroffen?

  • Mädchen in der Pubertät und Frauen, die mit der Pille verhüten.
  • Auch Diabetiker,
  • unter Stress stehende Personen
  • und Schwangere sind häufig von Vaginalmykosen betroffen.
  • Außerdem spielen bestimmte Medikamente (besonders Antibiotika, u.a. aber auch einige Mittel gegen Rheuma (z.B. Methotrexat oder Medikamente, die während einer Chemotherapie verabreicht werden)
  • sowie ein schwaches Immunsystem eine Rolle.

 

Warum bekommen Mädchen in der Pubertät und Frauen, die mit der Pille verhüten häufiger Scheidenpilzinfektionen ?

Vaginalinfektionen sind abhängig vom Glucosegehalt der Vagina. Der Glucosegehalt wird von den Sexual-Steroiden beeinflusst.
Prämenstruell liegt beispielsweise der Zuckerspiegel der Vagina höher. Dagegen kommen vor der Menarche und nach der Menopause kaum Vaginalinfektionen durch Candida albicans vor.

Der Scheidenpilzerreger profitiert vom Östrogen

Unter Einfluss von Östrogen kann sich “Candida albicans” (fast immer der Erreger einer Scheidenpilzinfektion) besonders gut vermehren.

Das weibliche Sexualhormon begünstigt die Bildung von Zucker, der in Form von Glykogen in den Zellwänden der Vaginalschleimhaut eingelagert wird. Für die Pilze ein perfektes Nahrungsangebot!
Wenn der Östrogenspiegel steigt, beginnt Candida albicans, sich verstärkt zu vermehren – und das Risiko einer Pilzinfektion nimmt zu. Deshalb kann Östrogen eine Ursache für Scheidenpilz sein.

Viele Östrogene ⇒  viel Glycogen ⇒ Gefahr für Vaginalmykose

Die Einnahme der Antibabypille kann den Hormonhaushalt der Frau stören. Durch die Östrogendominanz wird die normale, hormongesteuerte Schleimbildung der Vagina behindert, die einen Schutz gegen Fremdkeime bietet (zum Beispiel durch sekretorisches IgA).
Die „Pille danach“, kann den Hormonhaushalt erheblich stören und dadurch eine Pilzinfektion fördern.

 

„Jede Mykose ist heilbar«, lautete das eindeutige Statement von Professor Dr. Hans-Jürgen Tietz, Leiter des Instituts für Pilzerkrankungen in Berlin, auf einem Presseroundtable von Bayer HealthCare. »Wir haben einen eindeutigen Erreger, den Pilz, den wir behandeln können. «

Gegen den häufigsten Erreger Candida albicans, der für mehr als 90 Prozent der Infektionen verantwortlich ist, sei Clotrimazol das Mittel der Wahl zur topischen Therapie. Diese Meinung teilten auch die Experten des Paul-Ehrlich-Instituts. Bei dem vor circa 60 Jahren entwickelten Nystatin wären Resistenzen zu beobachten, so Tietz. Er befürwortete die 1-Tages-Therapie als Hochdosistherapie mit 500 mg Clotrimazol. Zum einen läge die Konzentration von Clotrimazol im Vaginalsekret der erkrankten Frauen 72 Stunden lang über der erforderlichen Hemmkonzentration des Erregers. Zum anderen trage diese Behandlung dazu bei, Resistenzen zu verhindern. In seiner Praxis erlebe er immer wieder, dass Frauen die 3-Tages-Therapie nicht zu Ende durchführen, da die Symptome bereits eher nachließen.

 

In manchen Fällen triggerten Milchsäurebakterien die neue Pilzinfektion, denn »Pilze lieben Säure«.
Angebracht seien Säureprodukte im Unterschied zu den Vaginalmykosen eher bei Frauen mit rezidivierenden Harnwegsinfekten. Diesen fehle häufig der nötige Säureschutz, der eine natürliche Barriere gegen Colibakterien, Mykoplasmen und Mykobakterien darstellt. Tietz zeigte anhand mikroskopischer Aufnahmen, dass die gesunde Vaginalflora aus Milchsäurebakterien die Mykosetherapie unbeschadet überlebt. Daher entfalle der Grund, diese Flora wieder aufzubauen.

 

Eine gute Frage meiner Kundin:
„Hefepilze gedeihen im sauren Milieu am besten. Warum enthalten dann manche Vaginalzäpfchen gegen Scheindenpilz einen Milchsäurezusatz?

Milchsäure regt den Übergang des Pilzes in die Myzelphase an. Hier wird der Pilz besonders angreifbar für Clotrimazol. So kann das Medikament schnell und effektiv wirken.

 

Tipp 1:

H2O2-bildende Lactobazillen sind nach der antimykotischen Behandlung ideal. Wir kennen H2O2 vom Haare bleichen und als effektives Desinfektions- und Gurgelmittel. Und bestimmte Lactobazillen bilden tatsächlich auch H2O2! Das sind die guten Bakterien. Sie wirken wie ein Schutzschild.
Sie sollten hauptsächlich im Vaginalbereich vorherrschen. Pathogene Keime werden dadurch vermindert.
Ich empfehle Symbiovag® Vaginalzäpfchen zur Stabilisierung der Vaginalflora.
Symbiovag® enthält eine Kombination aus Pro- und Präbiotikum. Für eine Entsäuerung des Vaginalmilieus sorgt Calcium-Laktat.


Tipp 2
:

„Stellen Sie Ihre Ernährung um.“
Basische oder basenüberschüssige Ernährung ist gesünder.
Zur Unterstützung empfehle ich Basentabletten oder Basenpulver aus der Apotheke. Das vergrault die Pilze, bringt zusätzlich den Energiehaushalt unseres Körpers in Schwung und verbessert unseren Stoffwechsel!
Basenbäder beruhigen die Haut. Intimwaschlotionen mit Milchsäure sind genau richtig für eine milde Reinigung.


Tipp 3
:

„Stärken Sie Ihr Immunsystem mit Bakterien!“
Da wundert sich manch ein Kunde, aber es geht hier um Probiotika, die unser Immunsystem modulieren. Der Aufbau der Darmflora mit probiotischer Nahrungsergänzung fördert unsere Selbstheilungskräfte. So kann sich ein Pilz nicht weiter ausbreiten.


Tipp 4

„Verwenden Sie für den Intimbereich extra Handtücher und waschen Sie sie alle 2 Tage im Kochwaschgang . Verzichten Sie auf übertriebene Intimpflege. Die nützlichen Döderleinbakterien werden sonst zerstört.“


Tipp 5

„Tragen Sie Baumwollunterwäsche. Sie sorgt für gute Belüftung. Durch synthetische Wäsche staut sich Feuchtigkeit, und die läßt Pilze sprießen.“
Ein String sieht sexy aus, sollte man aber vermeiden, denn er wirkt wie eine Brücke für Pilze aus der Analgegend.
Badekleidung nicht am Körper trocknen lassen.
Zum Desinfizieren empfehle ich einen Schuss Hygienespüler in den letzten Waschgang.


Tipp 6

„Verwenden Sie niemals mit Joghurt getränkte Tampons.“
Sie entziehen Feuchtigkeit und irritieren dadurch die Schleimhaut. Außerdem handelt es sich um vollkommen andere Bakterienstämme wie die natürlichen Lactobazillen.

 

Ein Arztbesuch wird notwendig,

  • wenn nach drei Tagen Anti-Pilz-Therapie keine Besserung eintritt,
  • bei wiederkehrenden Pilzinfektionen,
  • in der Schwangerschaft,
  • bei Unsicherheit, ob es sich tatsächlich um Scheidenpilz handelt.

 

Schreibt mir, warum es sich lohnt, die Kundinnen über dieses Thema ausführlich zu beraten. Ich freue mich schon auf Eure Ideen!

Uta Sign b_w

 

Literatur:
John R. Lee „Natürliches Progesteron“
medicalpress.de, Symbiopharm.de

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